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Geschichte des Wiener Sacré Coeur


Das Sacré Coeur am Rennweg besteht seit 1868 und wurde 1800 von der Hl. Magdalena Sophia Barat gegründet. Sie wollte nach den Schrecken der Französischen Revolution den Glauben und die Liebe zueinander neu beleben. Daher wählte sie den Namen Sacré Coeur - Heiliges Herz Jesu, Symbol für die Liebe Gottes. 

 

1867
Die Generaloberin der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu gibt den Auftrag, das Palais Dietrichstein (das ehemalige "Kaunitzschlössel") am Rennweg anzukaufen.

1868  
Adaptierung als Schulgebäude (Beginn mit 12 Kindern); das dazugehörende Grundstück reicht bis zur Neulinggasse. Bald stückweiser Verkauf, da Anbauten wegen der wachsenden Schülerzahl nötig sind.

1869
Überführung der sterblichen Überreste von Père de Tournély, eines französischen Herz-Jesu-Priesters, aus Hagenbrunn ins Wiener Haus: er galt als der eigentliche Gründer des Ordens, da die Idee von ihm ausgegangen war (der Legende nach auf Grund einer Vision unweit des heutigen Hauses!).  Heute befindet sich das Grab in einer Seitenkapelle der Kirche.

1872
Neuer Schultrakt (später abgerissen)

1875 – 1877
Bau der Kirche

1892
Bau des so genannten Fremdenhauses (heute der Klostertrakt mit der ehemaligen  Marienkapelle, der an die Kirche anschließt), in dem   Exerzitienbesucher und Kongregationsmitglieder Aufenthalt nehmen konnten.

Dem Pensionat wird eine so genannte "Armenschule", später eine Nähschule angeschlossen (unbemittelten Mädchen wird kostenlos Unterricht in Nähen, Kochen, usw. erteilt). Mehrmals  Besuche von Mitgliedern der kaiserlichen Familie (Kaiser Franz Josef,  Kaiserin Elisabeth und ihre Töchter).

1893
Die dem Pensionat und Halbinternat angeschlossene Bürgerschule an Stelle der bisherigen  Nähschule erhält das Öffentlichkeitsrecht. Nach Schließung  zahlreicher französischer Häuser durch den Staat um die Jahrhundertwende übersiedeln viele französische Ordensfrauen nach Wien,  müssen allerdings das Land nach Ausbruch des 1. Weltkrieges verlassen: an ihre Stelle treten polnische Klosterfrauen.

1914 – 1918
Einrichtung eines Lazaretts im Kloster

1918
50jähriges Jubiläum; das Pensionat wird wieder eröffnet

1926
Einführung eines neuen, vom Staat anerkannten  Schultyps: das Reform-Realgymnasium

1936
Öffentlichkeitsrecht. Die ersten Ordensfrauen beginnen an der Universität zu studieren.

1938
Anschluss an das Deutsche Reich; den Ordensfrauen wird die Unterrichtstätigkeit verboten (um überleben zu können, werden Teile des Gebäudes vermietet).

1939 – 1945
Neuerlich Lazarett: einzelne  Schwestern helfen in der Augenambulanz und bei der Pflege der Operierten. Durch Bombenangriffe: Zahlreiche Verletzte und große Schäden am Gebäude (das Kirchendach und alle Fenster werden zerstört).

1945 – 1948
Nach Einrücken der Besatzungsmächte Besetzung eines Großteils des Hauses durch die Engländer, trotzdem Wiedereröffnung der Schule für 50 Kinder: es entstehen Kindergarten, Volksschule und Realgymnasium

1955
Aufstockung desalten Pensionatsgebäudes

60er Jahre 
Eröffnung eines Studentinnenheimes und des neuen Turnsaales, der alten und neuen Trakt verbindet.

1979 
Übernahme der Schule durch die Erzdiözese Wien (Bestandsvertrag): die neue Schulpforte trägt die Aufschrift Institut Sacré Coeur, während die alte wieder in die Klosterpforte umgewandelt wird.

1989
Verkauf des Studentinnenheims an die Erzdiözese, Adaptierung für die Volksschule und den Kindergarten

1995
Schließung der "Lücke" zwischen altem Schulgebäude und ehemaligem Studentinnenheim durch den Bau eines neuen Traktes, in den das Gymnasium einzieht. Die Volksschule übersiedelt  in das Gebäude am Rennweg.  Sonderunterrichtsräume (Bildnerische Erziehung, Bibliothek, Biologie, Chemie, Computerräume, Physik) werden fertig gestellt und zügig eingerichtet.

1999
Gründung des Schulzentrums mit der Marienanstalt

2000
Zweihundertster Jahrestag der Ordensgründung: vielfältige Aktivitäten (Reise nach Brüssel, Ausstellung zur Geschichte des Hauses und des Ordens, Drehen eines Kurzfilms über das Gymnasium, tänzerische Darstellung des Schullebens, Volksschule hat eigene Briefmarke mit Sonderstempel)

Gründung der Hauptschule als kooperative Mittelschule geführt

2002
Ausbau des Dachbodens zur Unterbringung  neuer Klassen

2006
Gründung der Schulstiftung der Erzdiözese Wien