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Wiener Vorlesung im Figarosaal des Palais Palffy
zum Thema
 „Aus der Geschichte lernen? Die Krise und Zukunft der EU“

Vortrag: Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Aleida Assmann
              Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb

20. September 2017

 
Mit großem Interesse folgten die Schüler und Schülerinnen des 5. Jahrganges im Rahmen des IWK Schwerpunktes dem Vortrag mit anschließender Diskussion von Univ.-Prof. Dr.Dr.h.c. Aleida Assmann, Professorin für Anglistik und Literaturwissen-schaft an der Universität Konstanz und Univ. Prof. DDr. Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien zum Thema  „Aus der Geschichte ler-nen? Die Krise und Zukunft der EU“, veranstaltet von den Wiener Vorlesungen der Stadt Wien, im eleganten Figarosaal des Palais Palffy im 1. Wiener Gemeindebezirk.

„ Die Geschichte der EU wird meist als die eines erfolgreichen Wirtschaftsexperiments erzählt. Es gibt aber noch eine andere Genealogie der EU, nämlich die einer Werte-Union, die ebenfalls experimentellen Charakter hat“. ---Aleida Assmann

Laut Professor Assmann ist der europäische Traum nach 1945 die Antwort auf die Ka-tastrophe des Zweiten Weltkriegs und zeigt, dass aus ehemaligen Todfeinden friedlich koexistierende Nachbarn werden können und wie aus Diktaturen Demokratien entste-hen können.

Frau Professor Assmann erklärt in der Folge, dass Europa nach 1990 zwei weitere Lehren aus der Geschichte gezogen hat: die Erfindung einer neuen Erinnerungskultur und die Menschenrechte.
Diese Geschichte hat viel mit der Aufarbeitung von Gewalt und Traumata, mit Gerech-tigkeit und Verantwortung zu tun und versucht sich selbstkritisch mit der Vergangen-heit auseinanderzusetzen.
Die neuen Herausforderungen nach 2015 seien ein Test für die Werte und das Selbst-verständnis der EU.

Es war für uns alle ein äußerst interessanter und informativer Abend.
 
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