Biologie und Umweltkunde

Das natürliche, von früher Kindheit an vorhandene Interesse des Menschen an den Dingen und Lebewesen, die ihn ständig umgeben, soll und kann im Fach Biologie und Umweltkunde  besonders gefördert und verstärkt werden.

Wissen und Erfahrung auf mehreren Ebenen erlangen:
Inhalte und Arbeitsweisen im Biologieunterricht fördern die intellektuelle und praktische Seite der Intelligenz. Im täglichen Unterricht bzw. im Wahlpflichtfach und in den naturwissenschaftlichen Übungen lernen die Schüler wissenschaftliche Arbeitstechniken und Denkweisen kennen. Über das Erlernen  wissenschaftlicher Details lassen sich Prinzipien erkennen, die dann in anderen Bereichen angewendet werden können.

Die sinnlichen (optischen, akustischen etc.) Erfahrungen mit faszinierenden Naturphänomenen können sein ästhetisches Bewusstsein ansprechen. Vieles, das man in Biologie kennen lernt, ist nicht nur interessant, sondern auch schön.
Im Garten oder in Unterrichtsräumen Pflanzen zu setzen, das Wachstum und Blühen zu beobachten  bzw. zu protokollieren – und schließlich vielleicht Früchte zu ernten vereint beide oben genannten Prinzipien.

Praxisbezug im täglichen Leben:
Inhalte des Biologieunterrichts sind ständig erfahrbar und anwendbar.
Die Omnipräsenz der Biologie im täglichen Leben (z.B. Tiere und Pflanzen der unmittelbaren Wohnumgebung, auf einfache Weise wahrnehmbare Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten, unsere Nahrungsmittel und deren Zubereitung, die Verknüpfung von Natur und Kultur des Menschen in der Bildenden Kunst und Musik,...) bewusst zu machen und immer wieder herzustellen, sind wichtige Ziele.

Dazu gehören auch Kenntnisse über den eigenen Körper (einschließlich verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität), Grundlagen richtiger Ernährung, Hygiene  etc., wodurch der Biologieunterricht Beiträge zur Prävention von Krankheiten liefert.

Die Betrachtung und der Vergleich menschlicher und tierischer Verhaltensweisen soll  Erkenntnisse für das menschliche Sozialleben bringen; das Wissen um die Funktionsweise des Nervensystems kann Hilfe beim Lernen ganz allgemein sein.

Kritischer Zugang zu menschlicher Tätigkeit in unserer Welt:
Durch das Kennenlernen der Anwendungsbereiche naturwissenschaftlicher Inhalte in der Kultur des Menschen (Medizin, Lebensmitteltechnologie, Landwirtschaft, ...) bietet sich nicht nur Gelegenheit, großartige menschliche Leistungen zu erkennen, sondern auch, diese kritisch zu betrachten und mögliche Grenzüberschreitungen zu diskutieren. Die Beschäftigung z.B. mit der Umweltproblematik soll den Schüler erkennen lassen, dass der Mensch ein Teil des Weltganzen ist, das er durch seine Tätigkeiten beeinflussen kann, von dem er aber letztendlich abhängig ist.

Staunen über die wunderbare Vielfalt:
Die  „Wunder der Natur“ werden beim Vorgang des Durchleuchtens und Verstehens nicht „entzaubert“, sondern eben durch das Erkennen ganz neu als wunderbar und beeindruckend empfunden.

Das Bewusstmachen der Vielfalt der Natur, das Wecken von Neugier, das im Bereich der Naturwissenschaften häufig ermöglichte Staunen können dazu beitragen, dass das Leben nicht als langweilig, sondern täglich als bereichernd und erfüllend erfahren wird.


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