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Gedanken der Schüler/innen 8 A
 
15 Jahre. 15 Jahre der gleiche Weg. Morgens in die Straßenbahn steigen, 20 Minuten lang fahren, aussteigen und in das große Gebäude gehen, das mir anfangs ein bisschen Angst gemacht hat. Kindergarten, Volksschule, Gymnasium. Mit der Zeit bin ich gewachsen und die Schule war kein Feind mehr, sondern ein Freund. Viele Gesichter, viele davon unbekannt. „Soll ich mit ihnen reden?“, hab ich mich gefragt. Aus den schüchternen Annäherungsversuchen wurden Bekanntschaften. Aus den Bekanntschaften wurden Freundschaften. Freunde, die ich bis heute noch habe und um nichts in der Welt eintauschen würde. Freunde sind die Familie, die man sich aussuchen kann, heißt es. So gesehen habe ich die beste Familie, die ich mir je vorstellen könnte. Durch sie bin ich zu der Person geworden, die ich heute bin. Sie haben mir geholfen aufzustehen, wenn ich einmal am Boden gelegen bin. Sie haben mich geprägt, genauso wie ich sie geprägt habe. Täglich hinterlassen wir Spuren im Leben anderer und ich bin froh und vor allem stolz, sagen zu können, dass ich diese Spuren niemals verwischen wollen würde.
Tanja Haindl, 8A
 
 
 
Gedanken der Schüler/innen 8 B
 
Abschlusstext – Danke sehr!
Ich will gar nicht lange reden, ohne groß etwas zu sagen. Ich will nur nochmal all jenen, die bisher auf unsren Wegen uns bis hier begleitet haben, Danke sagen.
Danke sehr für all die schönen Tage, für die Stunden, die Sekunden, für die ganzen letzten Jahre, die sich eingemeißelt haben tief in meine grauen Zellen zwischen Formeln oder Fällen. Vielen Dank für jeden Denkanstoß, die Inspiration und für die geistigen Ergüsse aus Latein und Religion. Weil man merkt, dass, wer da vorne steht, auch wirklich viel versteht von dem, was in und um uns vor sich geht, was viele vielleicht doch nicht sehn, nicht sehen wollen - ich weiß auch nicht, ob ich es sehe, ich es sähe, ich es hätte sehen sollen, wäre ich nicht in den Genuss der letzten Jahre gekommen. Und gleichauf mit dem Verständnis liegt für mich die Menschenkenntnis, liegt für mich auch die Entwicklung und der Weg in eine Richtung, die ich später nicht bereue. Und ich weiß noch, vor zwei Jahren, da hat jemand mal gesagt, dass sie fürchte, dass ich nichts mehr von ihr lerne. Und gerade wenn's um Wachstum geht, hab ich das nicht so wahrgenommen und gar nicht richtig mitbekommen, doch ich glaub', ich hab aus Deutsch wohl am meisten mitgenommen. Ich sag' Danke für die unzähligen Türen, die mir hier geöffnet wurden. Ich weiß nicht, wohin sie führen, doch ich weiß, dass über Kurven, über Ecken und Kanten sie sich erstrecken und landen dann irgendwo, wo nur was Gutes stranden kann. 
Also "Danke sehr!" für alles und für jeden Augenblick! Ich hab' alle sehr genossen, doch sie kommen nicht zurück. Und ich hoffe für all jene, die noch weiter hier zur Schule gehn, dass sie auch wirklich all das Schöne, all das Gute daran seh‘n.
Kathi Wünsche, 8B
 
 
 
Gedanken der Schüler/innen 8 E
 
Welche Spuren habe ich in dieser Schule hinterlassen?
Unterricht funktioniert nicht nur einseitig. Wenn der Lehrer nicht aufmerksam oder motiviert ist, hat der Schüler nichts davon, und wenn der Schüler selbst nicht motiviert ist, hat er ebenfalls nichts davon. Aus diesem Grund denke ich schon, dass sowohl meine Lehrer als auch ich (teilweise) vom Unterricht profitiert haben, da der Unterricht eigentlich immer gut funktioniert hat. Ich habe das Gefühl, mit manchen Lehrern eine persönliche Beziehung aufgebaut zu haben. Diese Lehrer sind mir wichtig, so wie ich ihnen bis zu einem gewissen Grad wichtig bin. In dieser Hinsicht sind gute Erfahrungen und fröhliche Erinnerungen an besondere Momente das Wichtigste, das ich hinterlassen kann. Ich bin stolz, dass ich „einen Teil von mir selbst“ hier in der Schule lassen kann. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen, wie es ist, nicht mehr in die Schule zu gehen. Ich habe mein ganzes Leben hier verbracht, dieser Teil meines Lebens endet nun. Aber nicht die Erinnerung daran.
Was nehme ich mit?
Abgesehen von einer tollen Basis für das Berufsleben habe ich drei Qualitäten mitgenommen, die für mich und mein Leben wesentlich sind: Identität, Toleranz und vor allem Kraft. Der Besuch an dieser Schule hat es mir ermöglicht, mich selbst auf verschiedenen Ebenen kennen und tolerieren zu lernen. Die konstante Entwicklung, die verschiedenen Erlebnisse und Eindrücke, die ich erlebt habe, sowie die Gedanken, die ich mir im schulischen Rahmen gemacht habe, haben mich als Person geprägt und auch stets „geformt“. Wenn ich das „Endprodukt“ betrachte, mich mit all meinen Vorlieben, Beziehungen und Charakterzügen, vor allem mit meiner Denkweise – so habe ich das Gefühl, reif aus den letzten acht Jahren hervorgegangen zu sein. Reif in der Hinsicht, dass ich mir heute in vielen Themenbereichen und Lebenssituationen selbst Kraft geben kann. Ich verstehe es, mich selbst zu motivieren, ich kenne mich als Person und erkenne mich an. Ich schätze es sehr, mich selbst, meinen Körper und vor allem meine Gedankenwelt, meine Lebensphilosophie in gewisser Art als Freund sehen zu können. Ich vertraue mir, und das ist in jeder Hinsicht das größte Geschenk, das ich aus dieser Schule mitnehmen darf: Selbstbewusstsein.
Sebastian Suttner, 8E
 
 
Das sind weitere Texte der 8E, die nicht vorgelesen wurden.
 
Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Einerseits habe ich Spuren in meiner Klasse hinterlassen, ich denke nicht, dass wir dieselben wären, wenn ein Glied von uns gefehlt hätte. Andererseits haben wir alle Spuren im Leben anderer hinterlassen, z. B. bei den Schülern unserer Partnerschule in Uganda, indem wir durch Spenden hoffentlich positiv zu ihrem Leben beitragen konnten.
Was nehme ich mit?
Nicht nur fachbezogenes Wissen, sondern auch meine Freunde, gute Verhältnis zu meinen Lehrern, wertvolle Erfahrungen und Freude, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke.
Sophie-Therese Mitterer
 
 
Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Ich glaube, dass wir alle jeden Tag Spuren hinterlassen. Ein nettes Lächeln, ein offenes Ohr für andere oder aber auch Unterstützung wenn jemand diese benötigt. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die eine Gemeinschaft zusammenschweißen.
Was nehme ich mit?
Ich nehme für die Zukunft viel Reife und Verantwortung mit. Die acht Jahre an dieser Schule haben mich gelehrt wie wichtig es ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein die jeden so annimmt wie sie / er ist.
Sophie Lachner
 
 
Was nehme ich mit?
Fast 8 Jahre war diese Schule fast ein zweites Zuhause. Gegessen, geschlafen, gespielt, gelacht und natürlich gelernt, all das habe ich hier gemacht. Da ist es nicht wunderlich, dass mich diese Gemeinschaft genauso geprägt hat wie ich sie. Was ich daraus mitnehme ist einfach zu sagen: Freunde, Wissen und VIEL Papier. Was ich aber hinterlasse, ist etwas Anderes. Die meisten physischen Sachen sind mittlerweile verschwunden, sei es das Loch im Türglas der Stiege 6, seien es die Blutflecken die daraufhin am Boden zu sehen waren. Daher bleiben hauptsächlich Erinnerungen in den Köpfen der Menschen, die noch hier bleiben. Ich kann nur hoffen, dass es mehr gute als schlechte sind.
Maxi L.
 
Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Man würde meinen, dass man als einzelne Person in einer Schule mit hundert anderen Kindern schwer eine Spur hinterlassen kann. Jedoch fällt mir besonders jetzt in den letzten Wochen meiner Schulzeit auf, wie sehr ich einen Eindruck auf jüngere Schüler bzw. auch Lehrer gemacht habe. Ich würde sagen, ich habe in dem Sinn Spuren an dieser Schule hinterlassen, dass die anderen an dieser Schule meine Persönlichkeit sehr gut kennen und daraus auch etwas  auf sich schließen konnten.
Was nehme ich mit?
Genauso wie ich manche Leute an der Schule auf gewissen Weise geprägt habe, hat mich die Schule auch geprägt. Was ich am meisten aus dieser Schule mitnehme, sind die vielen verschiedenen Erinnerungen (sowohl im Unterreicht als auch außerhalb), die mich mein Leben lang begleiten werden, als auch das Wissen, dass ich weit über meine von mir gedachten Grenzen hinausgehen kann, ich eine wissbegierige Person bin und vor allem nehme ich meine hier geformten Freundschaften fürs Leben mit.
Stefanie

Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Wir wollen alle unsere Spuren hinterlassen. Man sieht das sehr schön an der Stiege 6, liebevoll „Kühlschrank“ genannt. Die Wände dieses Stiegenhauses werden konstant bekritzelt, bemalt, beschmiert. Fast jeder hat dort schon sein Autogramm hinterlassen oder sonstige Lebensphilosophien in die Welt gesetzt. Trotzdem wird die Wand regelmäßig weiß übermalt. Die Spuren verschwinden, es wird (rein theoretisch) Platz für Neues geschaffen (wenn es nicht mit Sicherheit gegen die Schulordnung verstößt und die weiße Wand auf jeden Fall keine Einladung zum kreativen Toben ist).
Das ist das Schöne an einer Schule. Sie ist im fortwährenden Wandel. Schon heute kenne ich viele Gesichter nicht mehr. Schüler wie Lehrer kommen und gehen. Man hinterlässt keine Spuren. Allerdings kann ich das nicht umgekehrt behaupten. Denn die Spuren, die die Schule bei mir gezogen hat, die werden wohl kaum mit weißer Farbe übermalt werden können. Der Kontakt mit Lehrern, der Umgang mit Mitmenschen, der etwaige Zusammenstoß mit Regeln.
Was nehme ich mit?
8 Jahre Lebenserfahrung, das sind rund 44,4 % meines Lebens. Ich nehme mit meinen Ehrgeiz, meinen Glauben an meine Fähigkeiten, meinen Blick auf die Welt, der wohl aus all diesen Erfahrungen entstanden ist, und einen Sack voller Erinnerungen, den ich nun gerne mit mir trage.
Helena
 
 
Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Es ist möglich, dass ich recht wenige sichtbare Spuren hinterlassen habe: Hier und da steht vielleicht mein Name, sei es auf irgendeiner Klassenliste oder auf dem vergessenen B.E. Projekt. Aber Spuren müssen, entgegen ihrer Definition, für mich zumindest, nicht immer sichtbar sein. Spuren verändern etwas, hinterlassen einen Abdruck. Und ich kann doch behaupten, dass ich zumindest bei den Menschen die mich seit acht Jahren kennen, etwas bewegt habe. Denn von ihnen habe ich viel mitgenommen – seien es Erinnerungen, Gedanken oder auch nur Witze.
Was nehme ich mit?
Was ich nun für meinen weiteren Lebensweg mitnehmen will, ist die Bereitschaft mich auf Menschen einzulassen und in ihnen etwas „zu bewegen“.
Leah Gomez
 
 
Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Ich glaube nicht, dass ich bis auf meine VWA irgendwelche Spuren in dieser Schule hinterlassen habe. Dennoch weiß ich, dass ich viele Freundschaften geschlossen habe und diese auch in mein späteres Leben mitnehmen werde. Die Schule hier hat mich unglaublich viel gelehrt, trotz der kurzen Zeit, die ich hier verbracht habe. Die Menschen hier haben viel zu meiner Entwicklung beigetragen. Mein Dank gebührt auch den Lehrern, die mich, anders als in meiner alten Schule, nicht dumm genannt haben wenn ich Probleme hatte, sondern vielmehr mich motiviert haben Ziele zu erreichen, die ich von mir selbst nicht zugetraut hätte. Ich habe mich unglaublich schnell in die neue Klasse eingelebt, was natürlich auch darauf zurückzuführen ist, dass die Klasse mich mit offenen Armen aufgenommen hat. In der siebten Klasse hierher zu wechseln, war auf jeden Fall eine Entscheidung, die ich nie bereuen werde! Und ich möchte allen für diese wunderbare Zeit danken!
Victoria Haider

 
Welche Spuren habe ich im Sacré-Coeur hinterlassen?
Als Klasse, die seit dem ersten Schultag aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten besteht, waren wir immer mit verschiedensten Charakterzügen konfrontiert und haben gelernt zu akzeptieren, dass jeder seine Eigenheiten hat und es nichts Schlimmes ist, gegen den Strom zu schwimmen. Wir nehmen aus unseren Erfahrungen miteinander Kreativität, Erfindungsreichtum – Stichwort Router – und Ehrgeiz mit und hinterlassen unseren Kolleginnen und Kollegen und unserem Klassenvorstand Erinnerungen an die Jahre, die wir miteinander verbracht haben.
Welche Spuren man als Einzelperson hinterlassen hat ist meist schwer zu sagen, allerdings haben wir alle die Leben unserer Mitschüler jahrelang geprägt, sei es durch Freundschaft oder anderweitig. Wir alle sind durch unsere Erfahrungen an dieser Schule so wie wir sind geworden.
Was nehme ich mit nach 8 Jahren Sacré Coeur?
Freunde, Erfahrungen und einen Kleiderschrank voll Schuluniform.
Babett Kürschner