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Maturamesse 29. 4. 2015
Blick zurück / Blick in die Zukunft
Wir schauen zurück … sagen Dank … hoffen auf
 
Jahre lang früh aufgestanden, 8 Jahre lang zusammen gelernt, gelacht, geweint. Wir allen haben einen großen Teil unseres bisherigen Lebens in dieser Schule verbracht, nicht immer gut und erfolgreich. Jedoch haben wir alle es bis hierher geschafft, zu unserem gemeinsamen letzten Schulgottesdienst. Die neue standardisierte Reifeprüfung wird hoffentlich keine große Hürde darstellen, sondern nur eine Chance, unser Können und unsere Reife zu beweisen. Ich glaube, dass wir alle es schaffen werden, dass wir alle kompetent genug sind. Denn wir alle haben uns die vergangenen acht Jahre tapfer durchgekämpft, sei es in Mathematik, Chemie oder Latein. Wir alle haben die Chemie-Wiederholung um acht Uhr in der Früh bei Herrn Prof. Schalko gefürchtet oder das Vergleichen der Mathematik-Hausübungen in der letzten Stunde. Nicht die zahlreichen Konvolute zu vergessen!
Die Schulzeit ist rückblickend eine sehr emotionale und vielseitige Zeit gewesen, geprägt von anstrengenden Schularbeiten, lustigen Ausflügen und Reisen, aber auch Streitereien und neuen Freundschaften. Wir haben uns äußerlich stark verändert, viel mehr aber innerlich. Wir haben uns zu erwachsenen Individuen entwickelt, die vielseitig gebildet diese Schule verlassen werden. Wir alle können gar nicht wahrhaben, dass es sehr bald vorbei sein wird.
Die acht Jahre sind eigentlich sehr schnell vergangen. Ich kann mich noch genau an den ersten Schultag, die „Kennenlerntage“ und den gemeinsamen ersten Gottesdienst erinnern. Zu Beginn unserer Laufbahn waren wir sicher alle oft motivierter, fröhlicher und braver. Jetzt hingegen treffen wir klügere Entscheidungen und denken nicht mehr nur an uns selbst. Wir haben hier nicht nur das Vaterunser gelernt, den Satz von Pythagoras, If-Clauses, las fiestas culturales en España, Faust, Nathan der Weise und Die Verwandlung gelesen, sondern auch den richtigen Umgang mit Klassenkameraden/innen und Lehrer/innen gefunden. Man kann definitiv sagen, dass wir alle auf die große Arbeitswelt und unsere weitere Zukunft vorbereitet sind. Der eine wird meinen, dass er es gar nicht abwarten kann, aus der Schule zu kommen, ein anderer hat Angst, seinen gewohnten Alltag zu verlieren und somit auch seine Freunde.
Bereits am ersten Schultag wurden wir liebevoll in die Gemeinschaft der Sacré Coeur-Schule eingeschlossen und ich denke, dass uns auch nie jemand aus dieser wieder hinausdrängen wird. Wenn wir später einmal ins Ausland reisen, in dem sich eine Sacré Coeur-Schule und eine Sacré Coeur-Kirche befinden, werden wir uns sofort geborgen fühlen. Wir werden schmunzelnd an unsere gemeinsame Zeit hier zurückdenken und unseren Kindern von den Zielen des Sacré Coeur berichten. Fünf Ziele, mit denen man am Anfang vielleicht gar nicht so viel anfangen konnte, die heute aber ein Teil unserer Persönlichkeit geworden sind.
Abschließend möchte ich allen Maturant/innen viel Kraft und Glück für die Reifeprüfung wünschen! Let´s hope we´re mature enough, as Ms. Kaiser used to tell us.
Sarah, 8A
 

Die acht Jahre, die ich in dieser Schule als Schülerin verbringen durfte, haben nicht nur massiv zur Entwicklung meiner eigenen starken Persönlichkeit geführt und mein Selbstbewusstsein gestärkt, sondern mir auch die christlichen Werten nähergebracht.
Hinführung zu einem Glauben, die Wichtigkeit intellektueller Werte, schulischer und sozialer Leistungen, der soziale Aufbau einer christlichen Gemeinschaft und die Förderung persönlichen Wachstums in verantwortungsbewusster Freiheit, das sind jene fünf Erziehungsziele der Sacré Coeur-Gemeinschaft, die mein Leben in den letzten acht Jahren geprägt und beeinflusst haben und deren Aussage ich auch in Zukunft in mir tragen werde.
Verantwortungsbewusstsein, das ich als Buddy für jüngere Mitschüler/innen und als Klassensprecherin für meine Klasse übernommen habe, und Zivilcourage sind Dinge, über die ich am meisten gelernt habe und die ich aktiv erfahren habe. Compassion, ein Projekt, in dem soziale Verantwortung spürbar wurde, hat zur Stärkung meines Menschenverstandes und zur Entwicklung meines Gerechtigkeitssinnes beigetragen.
Schülerin der 8B
 
 
Im Sacré Coeur habe ich durch mein Dasein Spuren in Form von Erinnerungen und Erfahrungen bei vielen Menschen hinterlassen, die mir innerhalb dieser Zeit sehr ans Herz gewachsen sind und die ich unglaublich schätze. Die Schulzeit hat mich durch einzigartige Erfahrungen aus Reisen, Freundschaften und dem Unterricht verändert und stark geprägt. Ich habe gelernt, was es heißt, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein, für andere da zu sein und auch von anderen aufgefangen zu werden. Das möchte ich in meinem Herzen behalten und auch weitergeben.
Manuel, 8E
 
 
Welche Spuren habe ich im Sacré Coeur hinterlassen?
In den 13 Jahren, die ich hier verbracht habe, habe ich versucht, vieles aufzubauen und vieles kennen zu lernen. Diese Dinge sind mir auch gelungen. Ich habe unzählige Erfahrungen gemacht – schöne, traurige, besonders peinliche. All diese besonderen Erinnerungen sind durch die Schule, die Lehrer/innen und vor allem die Schüler/innen entstanden. Ich fühle mich geehrt, so tolle Persönlichkeiten kennengelernt und enge Freundschaften für das Leben gefunden zu haben. Ich hoffe, dass meine Lehrer/innen stolz darauf sind, einen großen und wichtigen Teil dazu beigetragen zu haben, dass sie an uns denken, auch wenn wir nicht mehr an der Schule sind, sondern unseren eigenen Weg gehen. Für das und die gewonnene Gemeinschaft für das Leben bin ich für immer dankbar.
Was möchte ich gerne mitnehmen bzw. weitergeben?
Es ist unglaublich, dass wir das Privileg gehabt haben, von Lehrer/innen unterrichtet zu werden, die uns eigenständiges, insbesondere kritisches Denken beigebracht und uns darauf aufmerksam gemacht haben, dass wir nicht einfach alles einstecken sollen, was uns erzählt wird.
Es ist unglaublich, dass wir Teil einer Gemeinschaft sind, die uns nach den fünf Zielen erzogen hat, die wir uns auch in unserem neuen Lebensabschnitt zu Herzen nehmen werden.
Es ist unglaublich, wie viele wertvolle Beziehungen entstanden sind, die über die Schule hinausgehen und ewig halten.
Am schönsten ist es aber, die gewonnen Erinnerungen im restlichen Leben mit neuen und alten Bekanntschaften zu teilen.
Kathleen, 8E
 
 
Danke - das ist das erste Wort, das mir an dieser Stelle sofort einfällt. Ich danke nicht nur für all die schulischen Informationen, die mir im Laufe der Jahre vermittelt worden sind, sondern auch für all die Werte, die wir auf unserem Lebensweg mitnehmen dürfen.
Man sagt ja immer, dass man nach der Schulzeit einfach so ins kalte Wasser geworfen wird - in die böse weite Welt-. Bei uns ist das aber sicherlich nicht der Fall, denn wir sind auf unser weiteres Leben vorbereitet worden. Und ich besuche jetzt schon zwölf Jahre diese Schule, sodass ich sagen kann, es hat funktioniert.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich diese Schule. Einerseits glücklich mit dem Gedanken an einen neuen Lebensabschnitt und neue Erfahrungen, andererseits traurig mit dem Bewusstsein, dass nun die Zeit gekommen ist, all die lustigen und schönen, aber auch fördernden Momente hinter mir zu lassen. All die Personen, von denen ich jeden Tag umgeben war und die ich fest in mein Herz geschlossen habe. All die täglichen neuen Erfahrungen, die mein Leben geprägt haben. All die vielen Erlebnisse, die mir immer in Erinnerung bleiben werden.
All das ist jetzt leider nur noch Geschichte. Doch diese Geschichte werde ich immer fest in meinen Gedanken behalten und positiv auf sie zurückblicken. Stolz kann ich nun sagen, dass das Sacré Coeur nicht nur meine Schule, sondern auch mein zweites Zuhause war. Und dafür danke ich.
Ich möchte an dieser Stelle all meinen Nachfolgern noch eines sagen: Die Schulzeit ist oft schwierig, doch mit der Zeit werdet ihr draufkommen, dass sie viel mehr ist als nur schwierig. Man kann das alles aber nur schwer in Worte fassen, deswegen kann ich euch nur eines mit fester Überzeugung sagen: Schätzt jeden Moment hier in dieser Schule oder besser gesagt in dieser Gemeinschaft, denn bald wird auch für euch der Moment gekommen sein, an dem ihr traurig seid, diese Schule verlassen zu müssen.
Jenny, 8A