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Theater-Wochenende 2018

So wie jedes Jahr stieg auch dieses Jahr seit Silvester die Spannung täglich an. Wieso? Das Theater- Wochenende stand wieder bevor! Jedes Jahr reist die Theatergruppe unserer Schule nämlich für ein ganzes Wochenende ins JUFA-Hotel Seefeld-Kadolz. Für einen Außenstehenden mag das jetzt wohl nicht besonders spannend klingen, immerhin ist eine Fahrt ins österreichische Weinviertel nicht die aufregendste Reise, die man als Jugendlicher unternehmen kann. Doch hierbei geht es ausnahmsweise einmal nicht darum, wohin man reist, sondern vielmehr darum, mit wem und warum man reist.
Mit wem wir reisen, sollte bereits klar sein: mit der Sacré-Coeur Theatergruppe und unseren zwei Regisseuren, Prof. Thorwartl und Prof. Eder.  Da sich die Mitglieder der Theatergruppe jährlich ändern, ist es immer wieder ein Kennenlernen neuer Freunde und manchmal sogar ein Wiedersehen mit alten. Außerdem ist besonders, dass während dieser paar Tage die Mitreisenden nicht in Klassengrüppchen unterteilt sind. Das Theaterwochenende ist eine der wenigen Möglichkeiten Freundschaften quer durchs Feld zu schließen. Da macht es keinen Unterschied, in welche Klasse man geht oder wie alt man ist. Um gemeinsam ein Theaterstück aufzuführen muss man jeden kennen, mit jedem gut auskommen, mit jedem einen gewissen Grad an Freundschaft erreichen. Eine Ideologie, die von uns allen mit großer Willensbereitschaft entgegengenommen und ausgeführt wird.
Nun wollen wir aber alle wissen, weshalb wir denn überhaupt wegfahren. Nun ja, auch dieses Jahr steht uns ein aufregendes Theaterstück bevor. Doch wie immer wissen wir bis zum Theaterwochenende nur Bruchstücke darüber. Die interessanten Tatsachen erfahren wir immer erst dort. Tausende von Fragen stellen wir uns davor: Wie heißt das Stück? Worum geht es? Wer steht in welchem Verhältnis mit wem? Doch dann wird endlich alles aufgeklärt. Viele Ahs und Ohs gehen durch den Raum. Gelächter. Erstaunen. Erschrockenes Luftanhalten. Und dann geht es schon los. Nach ein paar Aufwärmübungen starten wir bereits mit den ersten Proben. Texte werden gelernt. Es wird an Aussprache und Auftreten gefeilt. Die ersten Tanzeinlagen werden einstudiert. Das alles kann schon ganz erschöpfend sein.
Nun mag man meinen, dass nach stundenlangen Proben alle nur mehr ins Bett fallen und einschlafen. Nun, das stimmt vielleicht nicht ganz. Bei soviel Unterhaltungsprogramm kann man doch nicht einfach schlafen gehen! Egal ob man nun eine Runde kegelt, Frisbee spielt, sich in der Sauna entspannt oder einfach nur bei guter Musik miteinander tratscht, man hat weiterhin seinen Spaß. Besonders schön waren heuer die gemeinsamen Singstunden am Abend, wenn zu Ukulelengeklimper zu Liedern wie Riptide oder I See Fire gesungen wurde. Es wird gescherzt und gelacht – bis in die späten Abendstunden hinein.
Leider muss aber auch das Theater-Wochenende einmal zu Ende gehen. Bei einem letzten gemeinsamen Beieinandersitzen wird reflektiert, kommentiert und diskutiert. Aber vor allem werden Gedanken ausgetauscht:
„Wie ihr alle wisst, war das mein erstes Theaterwochenende. Als ich noch im Publikum saß, sah Theaterspielen immer so leicht aus. Jetzt erst durfte ich erfahren, wie viel harte Arbeit eigentlich dahintersteckt. Und dafür bewundere ich alle hier Sitzenden.“
„Zu Silvester überlege ich immer, was dieses Jahr für schöne Momente noch vor mir liegen. Dabei ist das Theater-Wochenende immer das Naheliegendste. Und das ist immer ein schöner Gedanke“
„Also, das war‘s nun, mein letztes Theater-Wochenende. Von allen Schulerlebnissen der vergangenen Jahre werde ich solche wie dieses hier am meisten vermissen“
Mit einem Lächeln im Gesicht spazieren wir ein letztes Mal die Stiegen zum Mittagessen hinunter und kurz darauf sitzen wir schon wieder im Taxi zum Bahnhof. Im Zug wird dann noch ein letztes Mal miteinander gelacht und Stück für Stück leert sich der Zug, bis auch die Letzten aussteigen. Das war’s also, das Theater-Wochenende 2018.
Nun bleibt aber noch immer eine allerletzte Frage offen: Wie sieht das Stück dieses Jahr aus? Ich will auf keinen Fall zu viel verraten, aber soviel darf gesagt sein: im Olymp streiten wieder einmal die Gött/er/innen und bescheren dem Publikum einiges zum Schmunzeln, Weinen und Lachen.
Jasmin Jahn 7A
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